Schmerz lass nach!

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Die moderne Schmerztherapie hat viele Facetten.
Dank der modernen Schmerztherapie muss heutzutage keiner mehr an Schmerzen leiden. Zur Behandlung von Schmerzen gibt es eine ganze Palette an wirksamen Arzneimitteln und anderen Therapieverfahren, die auch häufig kombiniert werden.

Die Behandlung richtet sich nach der Stärke der Schmerzen
Foto einer Dose mit Kapseln

Die Weltgesundheitsorganisation hat ein gut bewährtes, so genanntes „Stufenschema“ entwickelt. Es besagt, dass sich die Behandlung von Schmerzen nach ihrer Stärke richten soll, wobei die Schmerzen in drei Schweregrade unterteilt werden. Je nachdem, wie stark die Schmerzen sind, werden verschiedene Schmerzmittel empfohlen.

Jenseits der Schmerzmittel
Obwohl Schmerzmittel sehr gut Schmerzen lindern, genügt es vor allem bei hartnäckigen Schmerzen in der Regel nicht, nur die geeigneten Schmerzmittel einzunehmen. Krankengymnastik, seelische Unterstützung und die Teilnahme an Selbsthilfegruppen tragen das ihre dazu bei, Schmerzen besser zu bekämpfen.

Psychotherapie bei Schmerz
Dauerschmerz beeinflusst den gesamten Menschen, er kann Körper und Seele zermürben. Hier kann psychologische Unterstützung einen Weg aufzeigen, Schmerz besser zu bewältigen.

Bausteine eines Anti-Schmerz-Programms
Schmerzen können das Leben verändern. Umso wichtiger ist es, sich um ihre Bewältigung zu bemühen. Am wirksamsten hat sich die „Politik der kleinen Schritte“ erwiesen, wobei jeder Betroffene seine Ziele und Methoden selbstfür sich finden muss.

Keine Chance dem Dauerschmerz!
Schmerzen sind für viele Menschen Alltag. Doch selbst chronische Schmerzen können heute wirkungsvoll bekämpft werden.

Tipps zum Umgang mit Schmerzen
Diese Tipps sollen Ihnen und Ihren Angehörigen oder Freunden helfen, die Schmerztherapie aktiv zu unterstützen beziehungsweise die Schmerzen anzunehmen und zu bewältigen.

Helfen Sie mit!
Was macht Ihr Schmerz? Schmerzen sind subjektive Empfindungen. Eine Diagnose kann also nur auf den Erfahrungen und Aussagen aufbauen, über die Sie selbst berichten. Je detaillierter Sie das Auftreten des Schmerzes beschreiben, desto besser ist die Chance auf einen Erfolg der Behandlung. Hier finden Sie zum Beispiel Schmerzfragebögen, Schmerztagebücher oder Schmerzskalen zum Downloaden.

So entsteht Schmerz

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Die Schmerzempfindung ist unser fünfter Sinn und lebensnotwendig. Schmerz warnt uns davor, dass etwas mit unserem Körper nicht stimmt.

Schmerzfühler, unsere „bellenden Wachhunde“

In Organen, Gelenken, Knochen und in der Haut sind Schmerzfühler, die auf Chemie-, Gift-, Wärme- oder Kältereize reagieren. Als „bellende Wachhunde“ weisen sie uns frühzeitig auf plötzliche Erkrankungen und Verletzungen hin. Sie signalisieren uns zum Beispiel damit, dass wir zum Arzt gehen müssen. Über Nervenbahnen schlagen die Schmerzfühler Alarm. Der Schmerz wird ähnlich wie bei Stromkabeln über elektrische Signale, so genannte Aktionspotenziale, rasend schnell ans Gehirn weitergeleitet.

Achtung! Gefahr!

Bereits im Rückenmark sind diese Alarmglocken mit unseren Muskeln kurz geschaltet. So löst zum Beispiel das Berühren einer heißen Herdplatte innerhalb von tausendstel Sekunden wichtige Schutzreflexe aus, auch ohne dass unser Gehirn langatmig eingeschaltet wird: Wir ziehen die Hand aus der Gefahrenzone zurück, noch bevor wir den Schmerz bewusst spüren.

 

Au! Auf dem Weg ins Bewusstsein

Rückenmark und Gehirn werden zusammen auch als zentrales Nervensystem bezeichnet. Beim Sprung von einer Nervenbahn zur nächsten kommt es an den Schaltstellen, den so genannten Synapsen, zur Freisetzung chemischer Botenstoffe. Erreichen die Signale schließlich das Gehirn – genauer gesagt den Thalamus und die Hirnrinde – werden die Schmerzen bewusst wahrgenommen und bewertet. Jetzt erst tut Schmerz weh!

Die Schmerzzentren im Gehirn stehen in engem Kontakt mit den Gefühlszentren, sodass lang dauernde Schmerzen oft auch zu Gefühlsveränderungen wie Ängsten und Depressionen führen.